Abmahnradar: RA Bockslaff von Nimrod Rechtsanwälte mahnt für Peter Kirchhoff ab

Überraschend ist mit Peter Kirchhoff ein neuer, alter Bekannter auf dem Abmahnradar aufgetaucht. In den Jahren 2017 und 2018 hatten wir bereits einige Abmahnungen durch die Kanzlei pixel.law auf dem Tisch. Offensichtlich ist der Berliner Fotograf Peter Kirchhoff jetzt bei der Kanzlei Nimrod mit Rechtsanwalt Frederick Bockslaff untergekommen.

Offenbar umfangreiche Abmahntätigkeit

Allein in den vergangenen drei Werktagen sind hier bereits drei Abmahnungen eingegangen. Darin mahnt Rechtsanwalt Frederick Bockslaff von der Kanzlei Nimrod verschiedene Fotografien ab. Sämtliche Fotos wirken auf den ersten Blick wie typische Stockfotos und dürften sich auf einigen Webseiten wiederfinden.

Die Kanzlei Nimrod ist uns aus zahlreichen Verfahren bekannt. Der Umgang miteinander ist üblicherweise hart (in der Sache), aber fair. Wir konnten wir unsere Mandanten immer gute Ergebnisse erzielen.

Was verlangen Frederick Bockslaff und Peter Kirchhoff?

Es handelt sich um eine “gewöhnliche” Fotoabmahnung. DIe Abmahner verlangen zu allererst – und kurzfristig – die Beseitigung des Bildes aus dem Internet und die Abgabe einer Unterlassungserklärung und sodann einerseits den Ersatz der Anwaltskosten und Schadensersatz für die Bildnutzung.

Beseitigungsanspruch und Unterlassungsanspruch

Wie in allen immaterialgüterrechtlichen Entscheidungen steht die Unterlassungserklärung (jedenfalls aus anwaltlicher Sicht) im Mittelpunkt. Mit dieser verspricht der Urheberrechtsverletzer, den Verletzergegenstand künftig nicht mehr – jedenfalls nicht ohne Genehmigung des Urhebers – zu verwenden.

Erfahrungsgemäß nehmen unsere Mandanten den Unterlassungsanspruch oft nicht ernst und unterschreiben die Erklärung blind oder geben eine eigene Erklärung ab, in der Hoffnung, das Gewitter werde dann vorüberziehen. Das ist ein großer Fehler!

Tatsächlich lässt sich beim Unterlassungsanspruch nämlich Etliches falsch machen, was dann im Nachgang die ohnehin schon hohen Kosten weiter in die Höhe schnellen lässt!

Wir raten dringend dazu, (fach-)anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen!

Auskunft, Schadensersatz und Anwaltskosten

Viel mehr interessieren sich unsere Mandanten meist dafür, was sie “denn nun zu zahlen” hätten. Das lässt sich bei Urheberrechtsstreitigkeiten mit Fotografen jedoch nicht immer so leicht einschätzen.

Rechtsanwalt Bockslaff von Nimrod Rechtsanwälte beziffert die Kosten auch (noch) nicht. Das liegt daran, dass sowohl das Anwaltshonorar, als auch der Schadensersatz sich am Umfang der Nutzung bestimmen. Und um den Herauszufinden, hält der Gesetzgeber an verschiedenen Stellen Auskunftsansprüche vor, die der Verletzer erfüllen muss.

Erfahrungsgemäß dürfen Sie bei der Nutzung eines Bildes jedoch von mindestens 1.029,35 € Anwaltskosten und einer ähnlichen Schadensersatzsumme ausgehen.

Und was passiert, wenn ich nicht reagiere..?

Rechtsanwalt Frederick Bockslaff von Nimrod Rechtsanwälte ist als Wadenbeißer bekannt. Es ist nicht vorstellbar, dass er Sie einfach “vergisst”. Viel wahrscheinlicher ist es, dass er kurz nach Ablauf der Fristen eine einstweilige Verfügung beantragt, die unmittelbar weitere Kosten nach sich zieht. Denn dann muss nicht nur die weitere Tätigkeit des Anwalts-, sondern auch die Arbeit des Gerichts gezahlt werden. Absehbar ist dann der Verhandlungsspielraum bei den Kosten nicht mehr sehr groß.

Was sagt MIP Rechtsanwälte dazu?

Abmahnungen aus Fotografien sind eine leidige Sache, weil der Gesetzgeber diese in § 72 UrhG gegenüber jeder sonstigen Kunst über Gebühr bevorteilt. Dies geht so weit, dass selbst iPhone-Selfies besser geschützt sind als die Werke “richtiger” Künstler. Es geht also meist darum, den Schaden auf ein blaues Auge zu begrenzen. Selbstverständlich holen wir auch mehr raus, wenn der spezielle Sachverhalt es erlaubt.

In jedem Fall halten wir anwaltliche Hilfe von einem spezialisierten Rechtsanwalt für geboten. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Vertrauen schenken.

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